Freitag, 10. Februar 2006

This is me! :o)

23 Jahre alt, in Flensburg geboren. Nach dem Abi in Schleswig landwirtschaftliche Ausbildung, ein Jahr davon in Neuseeland. Zwei Semester Agrar studiert, dann nach Flensburg auf Lehramt gewechselt, mittlerweile im 3. Semester mit den Fächern Geschichte, Englisch und DAF.

Jobs: Peek und Cloppenburg, landwirtschaftliche Betriebshelferin

Interessen: Reisen, reisen, reisen, Musik, Oper, Konzert, Theater, meine über alles geliebten Freunde, lesen, tanzen im Verein, mache gerade meinen Sportbootführerschein See

Träume: Alles soll so bleiben wie es ist, klar will ich mich weiterentwickeln, aber ich würde momentan nichts ändern wollen.

Semesterende

Das Semester ist zu Ende, die Seminare sind gelaufen, die Uni ist leer, man bekommt, wenn man will einen Parkplatz, die Campussuite ist zu, kein Mensch ist mehr hier. Wie nach jedem Semester stellt man sich seiner eigenen Semesterkritik, was haben mir die einzelnen Seminare gebracht? Haben sie überhaupt etwas gebracht?

Für mich ist die Antwort seit drei Semestern immer gleich:

In fachlichen Bereichen habe ich was dazugelernt, in allem anderen, also in Pädagogik: Nein, nichts, null.

Warum ist das so? Und warum stehe ich mit dieser Meinung nicht alleine da, auch wenn sich niemand traut, sie in den Seminaren auszusprechen?

Der einzig plausible Grund ist in meinen Augen, daß die Uni erst einmal sowieso nicht das wahre Leben wiederspiegelt. Die Uni ist ein Teil des wahren Lebens, doch das was sie lehrt, hat mit dem wahren Leben,w as da draußen mit all seinen Schwierigkeiten auf uns wartet, nichts zu tun.

Die Ausgangslage der friedlichen, hochmotivierten Klasse, selbstverständlich ohne disziplinäre Probleme, entspricht nicht dem, was uns allen, spätestens im Referendariat, eher aber schon im Blockpraktikum begegnen wird. Und dann wird man hineingeworfen ind das disziplinäre Chaos, ohne, daß einem von der Uni aus irgendwas mitgegeben wurde, um damit klarzukommen. Das ist schon toll.

Mich interessiert keine Pädagogik aus dem Buch, die mir nichts bringt, mich interessieren die Seminare nur begrenzt, weil sie nicht eins zu eins auf den Schulalltag übertragbar sind. Das können sie auch nicht, aber sie tun es nicht einmal im Ansatz.

Viele Freunde, die bereits weiter sind als ich, berichten, daß das erste Mal, daß sie pädagogisch etwas gelernt haben, im Blockpraktikum war. Das finde ich schon bitter. Noch bitterer finde ich, daß alle durch die Bank hinweg sagen, daß sie mit den von ihnen besuchten Seminaren für die Praxis nichts anfangen konnten.

Ich persönlich bevorzuge das wahre Leben. Seminare können immer nur Anreize geben und ich denke, daß ich bei Schmidt derlei sehr viele bekommen habe, auch wenn ich mit einigen Grundeinsichten nicht übereinstimme. Ich habe neben meinem Studium zwei Jobs und ich mache sie gern.

Persönlich war ich immer der Meinung, daß Praxis besser ist als graue Theorie. Und es gibt ganz phantastische Literatur zum Thema Didaktik und Methodik, die nicht einmal viel kosten, und besser, differenzierter und lehrreicher sind, als somanches Seminar.

Ich sehe der Zukunft gelassen entgegen, habe ich doch, wenn ich etwas gelernt habe, gelernt, daß die Uni einen auf das Leben in der Schule nicht vorbereiten kann, zumindest nur fachlich. Also harre ich der Dinge die kommen und warte ab.

Dienstag, 17. Januar 2006

Sitzung vom 11. 1. 2006

Zunächst einmal: frohes neues Jahr an alle Seminarteilnehmer!
Das Thema der Sitzung vom 11.1.06 war Frontalunterricht und die Tatsache, daß er, wenn man davon ausgeht, daß das Gehirn nach den Schritten
Wahrnehmen
Betrachten
Beobachten
Begreifen
Tun

"arbeitet" für Schüler gänzlich ungeeignet ist.
Der Begriff Frontalunterricht kommt nicht ohne Grund von Front und hat damit unmittelbar etwas mit Krieg oder Auseinandersetzung oder Druck zu tun.
Wichtig ist, was nicht immer in der Praxis gegeben ist, daß der Lehrer in seinem Fachgebiet fit ist und weiß, wovon er redet.
Eventuelle Unsicherheiten spiegeln sich immer in der Körpersprache wieder, da hier keiner lügen kann.
2/3 unser Kommunikation läuft nonverbal ab und Schüler nehmen Schwächen immer wahr.
Frontalunterricht ist also, nach Schmidt, keine geeignete Unterrichtsform, um Schüler in ihrem selbständigen und kreativen Denken zu fördern und zu fordern, er kann lediglich als Beispiel dafür dienen, wie man es nicht machen soll.

Donnerstag, 29. Dezember 2005

nachträglicher Beitrag vom 15.12.

Also, ich werde hier an dieser Stelle jetzt keine Stundenzusammenfassung abgeben, davon haben wir in den anderen Foren ja genug.

Viel mehr möchte ich mich, wie schon in einem meiner Beiträge, mal zu der Frontalunterrichtsthematik äußern, weil der Frontalunterricht in meinen Augen von zu vielen Leuten zu schlecht gemacht wird.

Ich denke, daß man um ein gewisses Maß an FU nicht drumrumkommt. Ich persönlich finde das auch gar nicht schlecht, wie sonst will man denn Grundlagen vermitteln? Ich wäre dankbar, wenn mir jemand mal ein Konzept vorlegen könnte, wie man in Mathematik oder Deutsch oder Englisch in einer Realschulklasse anders als durch FU Grundlagen beibringen soll. Ich bin da wirklich für alles offen!

Fakt ist, daß es in einigen Klassen gar nicht anders möglich ist, da bereits in der Grundschule massiv versäumt wurde, mit anderen Arbeitstechniken als FU zu experimentieren. Und dann kommen die Schüler nach der Grundschule auf die weiterführende Schule und da wird dann erwartet, daß die Lehrer Projektarbeit und ähnliches aus dem Hut zaubern. Ja wie denn?? Das erfordert doch Vorbereitung.

So leid es mir tut, wenn die Kollegen an den Grundschulen nicht dazu in der Lage sind, aus welchen Gründen auch immer, wie sollen wir Realschullehrer diese verpasste Entwicklung denn so schnell aufholen?
In diversen Hauptschulklassen, die ich jetzt gesehen habe, ist diese alternative Unterrichtsform überhaupt nicht möglich weil die Grundbedingungen des sozialen Zusammenarbeitens- und lebens überhaupt nicht gegeben sind.
Da ist es dann natürlich immer leicht, sich als Dozent oder hochmotivierter Student ohne weiterführende Kenntnis vorne hinzustellen und gegen den FU zu wettern.

Ich persönlich hatte in meiner Schulzeit auch ganz tollen FU, bei dem wir alle mehr gelernt haben als bei offenem Unterricht. Und das war weder militarisiertes Lernen noch sonstirgendwie negativ behaftet, wie es heute ja immer gerne zu Unrecht dargestellt wird.
Nun denn, die Erfahrungen werden wir wohl alle selbst machen müssen und irgendwann so lehren, wie wir es am besten können, da hat jeder seinen eigenen Stil und seine eigenen Vorlieben.

Allerdings hat dieses Land in den hunderten von Jahren, in denen der FU die vorherrschende Lernform war, mehr Nobelpreisträger hervorgebracht als jede andere Nation.

Und jetzt???

beitrag vom 22.12. 05

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, dassind die Erwatungen, die der Durchschnittsschüler an eine Durchschnittsunterrichtsstunde hat.

Bei durchschnittlich 8 Sekunden Redezeit ist diese Erwartungshaltung auch kein Wunder. Durchschnitt eben. Aber wer ist denn nun Durchschnitt? Der Schüler? Der ja sowieso immer zu schlecht ist? Der Lehrer, der es nie Eltern und Schülern rechtmachen kann, weil er zu antiquiert ist oder nicht flexibel gemacht? Oder die Gesellschaft? Weil sie den Erziehungsauftrag immer weiter an die Institution Schule abscheibt?

Hmm, vielleicht ist es ja ein bischen von allem. Liegt vielleicht auch daran, daß eine typische Unterrichtsstunde für den Lehrer immernoch so auszusehen hat, daß er wie der Dirigent im Konzert vorne steht und den Takt angibt. Wann wird gelernt, wie wird gelernt, wieviel wird gelernt und vor allem wie schnell.

Auch wenn das Gehirn an sich keine Fehler macht haben wir uns seit Jahrhunderten darauf beschränkt, Wissen in Form von Auswendiglernen von jahreszahlen und dergleichem zu vermitteln. Klar, daß das langfristig nicht gutgehen kann, wurde doch die linke Hemisphäre kaum angesprochen. Da sind wir dann wieder beim Ausgangspunkt.

Langfristig sollten wir uns wohl wieder dahin bewegen, daß der Lehrer auch Verantwortung abgibt und die Schüler mit ihrer linken Hemisphäre den Unterricht aktiv mitgestalten lassen. Auch wenn es anfangs schwer ist und einen Mehraufwand an Planung bedeutet, keine Frage.
Nur so wird lernen an sich effizient.
Und kreative Eigenarbeit hat uns allen doch auch immer mehr Spaß gemacht, als die Jahreszahlen des 30-jährigen Krieges auswendigzulernen.

Oder etwa nicht???

Samstag, 10. Dezember 2005

Veranstaltung vom 7.12.

Ich möchte heute nicht wie gewohnt eine Stundenzusammenfassung geben sondern von meiner ureigensten eprsönlichen Mathematik Blockade erzählen.
Ich weiß nicht genau, wann sie angefangen hat, aber irgendwann habe ich den Stoff in der Schule nicht mehr verstanden und einfach den Anschluss nicht mehr gefunden. Daraus resultierte dann eine ewige Unsicherheit mit dem Stoff und irgendwann habe ich einfach den Sinn, der hinter dem ganzen steckte, nicht mehr gesehen, daß heißt, ich habe den Bezug zum Thema verloren.
Irgendwann kam es dann zum absoluten Mathehass und Matheunverständnis, so daß ich nie wieder die Freude an dem Fach hatte, die ich noch in der Grundschule hatte. Ich gebe hierfür nicht zuletzt den Lehrern die Schuld, die nicht in der Lage waren, hirngerecht zu informieren und zu lehren und uns dahin zu führen, uns Dinge selbst beizubringen.
Immer nur Frontalunterricht ohne Übungen, bei dem das Gezeigte vertieft werden konnte, hat dann auch seine Folgen hinterlassen.
Ich bin gespannt, ob ich das mit der Übung von Herrn Schmidt in den Griff kriegen kann, auch wenn ich ja keine wirkliche Kontrollmöglichkeit habe, da der Druck wie damals in der Schule, sich mit der Thematik auseinandersetzen zu müssen, einfach nicht mehr da ist. Deswegen ist in meinen Augen ein Erfolg der Beseitigung der Blockade gar nicht meßbar, da ich nicht unter vergleichbaren Bedingungen agiere wie in der Schule. Ich bin da eher auf die Ergebnisse und Erfahrungen der anderen gespannt!
Schönen dritten Advent,
Elisabeth

Donnerstag, 24. November 2005

Veranstaltung am 23.11.2005

Zunächsteinmal an alle die das lesen eine schöne Vorweihnachtszeit!!! :o)

Hier die für mich wichtigsten Aspekte der letzten Veranstaltung:

-sobald wir denken ordnen wir, Sinnesreize werden in sinnvolle Reihenfolge gebracht ( Im Schlaf werden diese Sinnesreize meist ausgeblendet oder evt. in den Traum mit eingebaut)

- Ordnung ist das halbe Leben, Ordnung ist das natürliche Gegenpol zur Unordnung / Chaos
- Ordnung ist eine Ausdrucksform, sie gibt Sicherheit ( Hirarchien in menschlichen Gemeinschften etc, wie habe ich mich zu verhalten, wo stehe ich?)

Wir unterscheiden vier verschiedene Art und Weisen zu ordnen:

1) Das Zuordnen : = Identifikation oder in Beziehung stellen von etwas mit etwas anderem auf Grund gleicher Merkmale

2) Das Einordnen: Mehrere Element werden gruppiert auf Grund ihrer Eigenschaften oder Merkmale

3) Über/Unterordnen: Es wird eine Hierarchie gebildet, es entsteht eine räumliche Gliederung ( Strukturen und Systeme)

4) Vor/Nachordnen: Zur Planung von Prozessen, bei zeitlichen Abläufen ( Stundenplan etc)

5) An/ Beiordnen: Zur Bildung einer Struktur oder eines Bildes
Mir war bei der Ordnungsübung mit der Gruppe, die vorne stand, nicht klar, wie man sich als Gruppe vor oder nachordnen soll, wenn es etwas mit zeitlichen Abläufen zu tun hat, ich habe da nicht verstanden, was die da vorne gemacht haben, sorry ( vielleicht kann ja jemand helfen??) auch auf Grund der miserablen Raumakustik und der Tatsache, daß die Leute leider nicht den Mund aufmachen, wenn sie reden und man in der dritten Reihe nichts mehr hört. Das war an alle und das wollte ich mal loswerden... danke

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